Organisation

IPBES besteht aus mehreren Gremien. Das Plenum von IPBES ist das übergeordnete Gremium und tagt in der Regel einmal im Jahr. An den Sitzungen nehmen Vertreter der Ministerien der Mitgliedsstaaten und akkreditierte Teilnehmerorganisationen teil. Auf dem Plenum werden Beschlüsse über Leitungsfunktionen, Struktur und Mandat der Expertengruppen und Task Forces, prozedurale Aspekte, Arbeitsplan und Budget gefasst. Das Plenum entscheidet auch über Umfang und Struktur der IPBES-Berichte (Assessments).

Informationen über Richtlinien und Verfahren von IPBES finden Sier hier...

Bisherige Plenen des IPBES:

  • Das 1.Plenum des IPBES (IPBES-1) fand vom 21. bis 26. Januar 2013 in Bonn statt. Die Mitgliedsstaaten verabschiedeten richtungsweisende Entscheidungen zu Regeln für die Arbeit, den Aufbau sowie die Strukturen von IPBES.
  • Das 2. Plenum (IPBES-2) fand von 9. bis 14. Dezember 2013 in Antalya,Türkei statt. Die Mitgliedsstaaten verabschiedeten das Arbeitsprogramm (2014-2019), das konzeptionelle Rahmenwerk sowie finanzielle und haushaltsrechtliche Vereinbarungen.
  • Das 3. Plenum (IPBES-3) fand vom 12. bis 17. Januar 2015 in Bonn statt. Die Mitgliedsstaaten legten weitere Schritte für die Umsetzung des ambitionierten IPBES Arbeitsprogramms fest und beschlossen die thematischen Gutachten eng mit den regionalen und subregionalen Gutachten zu koordinieren. Essentielle Verfahrensregeln zur Annahme der IPBES-Assessments, transparente Regeln im Falle von Interessenskonflikten sowie die „Stakeholder Engagement Strategy“ wurden verabschiedet.
  • Das 4. Plenum (IPBES-4) fand vom 22. bis 28. Februar 2016 in Kuala Lumpur, Malaysia statt. Nach eingehender Prüfung der beiden ersten abgeschlossenen IPBES-Assessments zu Bestäubern, Bestäubung und Nahrungsmittelproduktion (IPBES-Arbeitselement 3(a)) sowie zu Szenarien und Modellierung von Biodiversität und Ökosystemleistungen (IPBES-Arbeitselement 3(c)) wurden beide Assessments mit ihren jeweiligen Zusammenfassungen (Summary for Policymakers, SPM) vom Plenum angenommen. Auf IPBES-4  hat der Weltbiodiversitätsrat zudem die erzielten Fortschritte im verabschiedeten IPBES-Arbeitsprogramm für 2014-2019 bewertet. Hierbei wurden die für die Umsetzung weiterer Arbeitselemente des Arbeitsprogramms notwendigen institutionellen sowie Haushalts-Maßnahmen analysiert. Auf Grundlage der finanziellen Situation beschloss das Plenum in Kuala Lumpur neben der Weiterführung laufender Aktivitäten nur den Start des globalen Assessments zu Biodiversität und Ökosystemleistungen (IPBES-Arbeitselement 2(c)).
  • Das 5. Plenum (IPBES-5) fand vom 7. bis 10. März 2017 in Bonn statt. Nach eingehender Diskussion wurde das überarbeitete Scoping-Dokument zur nachhaltigen Nutzung wilder Arten (IPBES-Arbeitselement 3biii) mit diesem neuen Titel auf IPBES-5 angenommen. Aufgrund der angespannten Budget-Situation in IPBES wurde die Entscheidung über den Beginn dieses Assessments auf IPBES-6 (2018) vertagt. Dies betrifft gleichermaßen die Assessments zur ‚Konzeptualisierung von Werten‘ (IPBES-Arbeitselement 3d) sowie zu ‚invasiven, gebietsfremden Arten‘ (IPBES-Arbeitselement 3bii), deren Scoping-Dokumente bereits auf IPBES-4 angenommen wurden. Auf IPBES-5 wurde des weiteren eine interne sowie externe Evaluierung der Plattform hinsichtlich der Effektivität ihrer Beratung, Verfahren, Methoden und Ansätze beschlossen. Der Evaluierungsbericht soll dem siebten Plenum von IPBES in 2019 vorgelegt werden.
  • Das 6. Plenum (IPBES-6) fand vom 17. bis 24. März 2018 in Medellín, Kolumbien, statt. Es wurden zentrale Entscheidungen für die weitere Umsetzung des IPBES-Arbeitsprogramms getroffen. Hierzu gehörten die Verabschiedung von vier regionalen Assessments zu Biodiversität und Ökosystemleistungen mit den dazugehörigen Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger (SPMs) sowie die Festlegung der Starts der noch ausstehenden thematischen bzw. methodischen Assessments aus dem ersten IPBES-Arbeitsprogramm 2014-2018. Darüber hinaus wurden auf IPBES-6 Ergebnisse der internen Evaluierung von IPBES vorgestellt; das Verfahren zur Erstellung des zukünftigen IPBES-Arbeitsprogramms und eines strategischen Rahmens bis 2030 festgelegt sowie die Wahl zur Neubesetzung des Multidisziplinären Expertengremiums (MEP) durchgeführt.
  • Das 7. Plenum (IPBES-7) findet vom  29. April bis 4. Mai 2019 in Paris, Frankreich, statt.  
     

Das Plenum wird von zwei nachgeordneten Gremien unterstützt: dem administrativen Büro sowie dem multidisziplinären Expertengremium/ MEP (Multidisciplinary Expert Panel). Die Mitglieder des Büros werden von den Regierungen vorgeschlagen, von den fünf UN-Regionen nominiert und vom Plenum gewählt. Sie setzen sich aus jeweils zwei VertreterInnen jeder UN-Region zusammen und stellen den Vorsitzenden sowie die vier Vize-Vorsitzenden von IPBES. Die Mitglieder des MEP werden von den Regierungen vorgeschlagen und von den fünf UN-Regionen nominiert. Sie sind zu gleichen Teilen aus VertreterInnen der fünf UN-Regionen zusammengesetzt. Sie werden für zwei Jahre vom Plenum gewählt.

Neben den genannten Gremien wurde zur Planung und Verwaltung der IPBES-Aktivitäten das IPBES-Sekretariat eingerichtet, welches sich im UN-Campus Bonn befindet. Es wurde am 08.07.2014 feierlich eröffnet.

Für die erfolgreiche Umsetzung des Arbeitsprogramms werden weiterhin zeitlich befristete Expertengruppen, Task Forces und technische Unterstützungseinheiten eingerichtet sowie und web-basierte Abstimmungen und elektronische Konferenzen durchgeführt.

Um die wirksame Einbindung der vielfältigen Interessensgruppen und Akteure zu gewährleisten, richteten Nichtregierungsorganisationen ein internationales IPBES Engagement Forum ein, das über IPBES-Aktivitäten und -Themen informiert sowie Nominierungsaufrufe weiterleitet. Das Forum trägt damit direkt zur Unterstützung des Kapazitätsaufbaus des IPBES bei.

Der UNEP-Exekutivdirektor forderte alle IPBES-Mitgliedsstaaten auf, nationale Kontaktstellen (National Focal Point) einzurichten. In Deutschland wird diese Funktion vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) durch Frau Inka Gnittke wahrgenommen. Unterstützt wird Frau Gnittke im BMU durch Frau Dr. Janina Heim. Eine Übersicht aller nationalen Kontaktstellen finden Sie hier: Link