Methodologisches IPBES-Assessment zu Auswirkungen und Abhängigkeiten der Wirtschaft bezüglich der Biodiversität und den Beiträgen der Natur für die Menschen (Business & Biodiversity Asessment)

Das Assessment wurde auf IPBES-12 (3. bis 8. Februar 2026, in Manchester, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland) verabschiedet.

Die Durchführung des Business & Biodiversity Assessments wurde auf der 9. Sitzung der IPBES-Vollversammlung (2022 in Bonn) entschieden. Es soll die Wissensgrundlage stärken, um Unternehmen bei der Erreichung der Vision für Biodiversität 2050 sowie der Ziele des Übereinkommens über die biologische Vielfalt zu unterstützen. Das Assessment steht zudem im Einklang mit der Agenda 2030 und den Zielen für nachhaltige Entwicklung und soll relevante internationale Umweltabkommen informieren. Es ordnet die direkten und indirekten Abhängigkeiten und Auswirkungen von Unternehmen auf und von Biodiversität ein, berücksichtigt Ökosystemleistungen sowie die Rolle indigener Völker und lokaler Gemeinschaften und untersucht geeignete Messmethoden und Handlungsoptionen für Wirtschaft, Politik, Finanzsektor und Zivilgesellschaft.

IPBES

Unternehmen sind in vielfältiger Weise von Biodiversität abhängig und beeinflussen sie sowohl positiv als auch negativ, weshalb ihre Einbindung entscheidend für wirksamen Biodiversitätsschutz ist. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge entlang von Wertschöpfungsketten sowie verbesserte Mess- und Berichtssysteme fördern Transparenz, Rechenschaftspflicht und fundierte Investitions- und Politikentscheidungen. Gleichzeitig können Innovationen und technologische Entwicklungen den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität unterstützen. Das Assessment soll bestehende Initiativen zusammenführen, Messlücken und Zielkonflikte aufzeigen und zu konsistenten, standardisierten, aber zugleich regions- und sektorspezifisch angepassten Ansätzen beitragen.