Gastbeitrag: Österreichische Perspektiven auf IPBES-Assessments

Neue Publikationen aus dem Projekt Biodiversity Austria – International. Von Simon Fellinger.

Simon Fellinger ist Gesamtkoordinator von Biodiversity Austria – International.

Globale Assessments entfalten ihre politische Wirkung erst dann vollständig, wenn ihre Empfehlungen für einen nationalen oder lokalen Kontext umsetzbar gemacht werden und damit ihre Erkenntnisse auch umgesetzt werden können. Dieser Übersetzung für die nationale Ebene widmet sich die österreichische IPBES-Schnittstelle ‚Biodiversity Austria – International‘ an der Universität Wien geleitet von Prof. Alice Vadrot). Damit wird das IPBES-Wissen für österreichische Politik, Verwaltung und Praxis zugänglich und verständlich gemacht.

Biodiversity Austria – International

Im April 2026 ist dazu unsere zweite österreichspezifische Publikation erschienen: Neues Denken – neues Handeln: Schlussfolgerungen und Handlungsperspektiven aus dem globalen IPBES Assessment zu transformativem Wandel für Österreich. Der Bericht wurde von zehn interdisziplinären Autorinnen und Autoren erarbeitet, viele von ihnen sind im österreichischen Biodiversitätsrat aktiv. Sie konnten ihre umfassende Expertise und Perspektiven aus Natur-, Wirtschafts-, Rechts- und Politikwissenschaft einbringen.

Der Erstellungsprozess und der Bericht haben sich an den fünf Strategien des globalen Assessments orientiert, um aufzuzeigen, welche Handlungsoptionen in Österreich wie umgesetzt werden können. Neben mehreren digitalen Autorentreffen und einem mehrstufigen Erstellungsprozess wurde ein externes Review durchgeführt, an dem Verwaltungsangestellte und weitere Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft mitwirkten.

Bereits im Dezember 2025 erschien die erste Publikation dieser Art: Multiple Krisen – Gemeinsame Lösungen: Das IPBES Nexus Assessment für Österreich. Sie überträgt die Erkenntnisse des IPBES Nexus Assessment – zu den Verflechtungen von Biodiversität, Wasser, Ernährung, Gesundheit und Klimawandel – auf den österreichischen Kontext.
Beide Berichte richten sich insbesondere an Entscheidungsträgerinnen und -träger in Politik und Verwaltung, sowie an die Zivilgesellschaft und Biodiversitätsinteressierte – an alle also, die transformative Veränderungen in Österreich anstoßen und begleiten wollen.

Mehr Informationen zum Projekt unter www.biodiversityaustria.at/international.