Gastbeitrag: #IPBES12 Stakeholder Day
Der IPBES Stakeholder Day bringt regelmäßig IPBES-Stakeholder vor einer IPBES-Vollversammlung zum Austausch und zur Diskussion zusammen. Von Franziska Fischer und Dr. Axel Paulsch.
Franziska Fischer, Mitglied des Facilitation Teams des Open-ended Network of IPBES Stakeholders (ONET)
Dr. Axel Paulsch, Institut für Biodiversität - Netzwerk e. V., RESPIN-Projekt

Blick in den Veranstaltungsraum des #IPBES12 Stakeholder Day.
IISD/ENB | Anastasia Rodopoulou
Auf Grundlage des Mandats von IPBES zur Förderung der Einbindung von Stakeholdern, findet vor einer Sitzung der IPBES-Vollversammlung der IPBES-Stakeholder Day statt, um nicht-staatlichen Akteurinnen und Akteuren eine Austauschmöglichkeit zu den Themen von IPBES sowie zu IPBES relevanten Stakeholder-Initiativen (bspw. anhand von Postern) zu geben. Der #IPBES12 Stakeholder Day fand am 2. Februar 2026 statt, einen Tag vor dem offiziellen Beginn der 12. Sitzung der IPBES-Vollversammlung. Zu den insgesamt über 600 teilnehmenden IPBES-Stakeholdern (200 davon virtuell) gehörten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Vertreterinnen und Vertreter von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften (IPLCs), zivilgesellschaftlichen Organisationen und Wirtschaftsakteure.
Die eintägige Veranstaltung wurde organisiert von den beiden anerkannten IPBES Stakeholder Netzwerken, in Kooperation mit dem IPBES-Sekretariat: ONet (Open-ended Network of IPBES Stakeholders) und IIFBES (International Indigenous Forum on Biodiversity and Ecosystem Services). Diskussionen zum Business and Biodiversity Assessment sowie zur Nutzung von IPBES-Ergebnissen trugen dazu bei, das vielfältige Engagement der Stakeholder zum Schutz der biologischen Vielfalt aufzuzeigen und zu stärken. So wurde beispielsweise die Gründung eines ONet-Subnetzwerkes angeregt, um die Einbindung des Privatsektors zu fördern und so zum Uptake des Business and Biodiversity Assessments beizutragen.

Vorstellung von Stakeholder-Initiativen bei einer Poster-Session.
IISD/ENB | Anastasia Rodopoulou
Traditionell heißt jeder Stakeholder Day neue Gäste mit einer Einführung ins einzigartige Stakeholderengagement mit IPBES willkommen. Ein Panel aus Mitgliedern des IPBES Sekretariats, des ONet Facilitation Teams und IIFBES hob hervor, wie IPBES als zwischenstaatliche Plattform auch die Zivilgesellschaft auf vielfältige Weise aktiv einbezieht und damit neue Wege geht. ONet stellt sicher, dass Stakeholder kontinuierlich in IPBES-Prozessen repräsentiert sind, hilft Stakeholdern sich in und um IPBES zurechtzufinden und unterstützt z. B. Communities of Practice. IIFBES widmet sich gezielt indigenen und lokalen Gemeinschaften und ist eng verbunden mit dem Prozess zur Einbeziehung indigenen Wissens in IPBES Assessments. Sowohl ONet als auch IIFBES freuen sich auf neue Mitglieder. Der Beitritt ist kostenlos.
Ein wichtiger Aspekt des Programms war dieses Mal die Frage, was mit den Ergebnissen und Handlungsoptionen aus beschlossenen IPBES-Assessments passiert und welche Rolle Stakeholder dabei spielen können. In einer Vortragsrunde wurden Beispiele vorgestellt, wie ein Museum IPBES-Ergebnisse in sein Bildungsangebot einbezieht, wie eine Universität das Assessment zu Invasiven Arten in ihren Lehrplan integriert oder wie in einem afrikanischen Land Fortbildungsmaterial für Farmer auf dem IPBES Assessment zu Bestäubern, Bestäubung und Nahrungsmittelproduktion aufgebaut wurde. Es wurde weiterhin von einer von mehreren Projekten gemeinsam organisierten Konferenz in Westafrika berichtet, die aus mehreren Ländern die nationalen Ansprechpartner von IPBES und IPCC zusammenbrachte, um zu diskutieren, wie Klima- und Biodiversitätspolitik im nationalen Kontext besser integriert werden können.

Gruppenfoto auf dem #IPBES12 Stakeholder Day. Weitere bildliche Eindrücke finden Sie hier.
IISD/ENB | Anastasia Rodopoulou