Aktuelles aus Ministerien, Bundesregierung und Bundestag

Hier finden Sie Stellungnahmen, Aktivitäten und Initiativen von BMBF, BMU und der Bundesregierung zum Thema.


Pressemitteilung des BMU vom 30.10.2020: „Was gegen Naturzerstörung hilft, hilft auch gegen Entstehung neuer Pandemien“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat heute gemeinsam mit Vertreter:innen des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) den IPBES-Bericht zu Biodiversität und Pandemien vorgestellt.

Tweet von Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Bundesumweltministerin Svenja Schulze / Twitter

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Pressestimmen zur Vorstellung des Berichts durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Vertreter:innen des IPBES

30.10.2020, Riff Reporter kommentiert: “Corona könnte erst der Anfang sein.[…] Die gute Nachricht: Die Ursachen für die Entstehung der Pandemien sind bekannt und ein Gegensteuern ist möglich.[…] Dazu brauche es aber eine grundsätzliche Wende der internationalen Staatengemeinschaft hin zu mehr Naturschutz und insgesamt zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise und Konsumverhalten […]. Bundesumweltministerin Svenja Schulze signalisiert Unterstützung für die Forderungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. […] Schulze kündigte an, sich auch bei der für Ende 2021 geplanten Weltbiodiversitätskonferenz dafür einzusetzen, dass Maßnahmen zur Bekämpfung von Zoonosen Teil des Abkommens werden”
https://www.riffreporter.de/naturschutz-biodiversitaet-trinkwasser/gefahr-neuer-pandemie-durch-naturzerstoerung-ipbes-schulze/

30.10.2020, Die Tagesschau schreibt: “Schulze will ‘Krise hinter der Krise’ stoppen. […]  Zwei wesentliche Probleme seien die weltweite Intensivierung der Landwirtschaft sowie der Handel mit Wildtieren. […] Wegen mangelnden Schutzes des Regenwaldes kritisierte Schulze besonders Brasilien und wandte sich deswegen gegen eine Unterzeichnung des geplanten Mercosur-Freihandelsabkommens.”
https://www.tagesschau.de/ausland/un-naturzerstoerung-pandemie-101.html

Mit nahezu identischem Wortlaut berichten auch Zeit Online und der Stern:  https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-10/biodiversitaet-svenja-schulze-umweltschutz-pandemie-forschung

https://www.stern.de/news/schulze-dringt-auf-mehr-umweltschutz-zur-vermeidung-von-pandemien-9473444.html

30.10.2020, Das Handelsblatt berichtet kurz: "[zitiert BM Schulze] ’Wir wissen, […] was zu tun ist, um das Risiko zu senken.’ Die Ursachen für Pandemien seien dieselben, die zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Klimawandel beitrügen, nämlich Eingriffe in die Natur – insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft und der Handel mit Wildtieren.
https://www.handelsblatt.com/dpa/konjunktur/wirtschaft-handel-und-finanzen-umweltministerin-naturzerstoerung-ist-die-krise-hinter-der-krise/26576276.html

30.10.-02.11.2020, Deutschlandfunk berichtet regelmäßig in der Sendung “Wissensnachrichten”: “Schulze (SPD) mahnt Natur- und Artenschutz an, um Pandemien zu verhindern.”
https://www.deutschlandfunk.de/biodiversitaet-schulze-spd-mahnt-natur-und-artenschutz-an.2850.de.html?drn:news_id=1189956

Vor dem Hintergrund des neuartigen Coronavirus hatten das Büro und das Multidisziplinäre Expertengremium des Weltbiodiversitätsrats IPBES im Frühjahr 2020 beschlossen, im Juli 2020 einen Plattform-Workshop zum Thema „Zusammenhang zwischen biologischer Vielfalt und Pandemien“ in Übereinstimmung mit den IPBES-Verfahren zu organisieren. Der Workshop-Bericht belegt den Zusammenhang von biologischer Vielfalt und Pandemiprävention und warnt, dass Pandemien infolge der Naturzerstörung in Zukunft noch häufiger auftreten könnten.


Online-Video-Talk des BMU am 29. Juni 2020 von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr: „Nature is sending us a message

Bundesumweltministerin Svenja Schulze, John E. Scanlon AO (Sondergesandter African Parks, ehemaliger Generalsekretär CITES), Prof. Dr. Simone Sommer (Universität Ulm), Dr. Sue Lieberman (Vizepräsidentin, Wildlife Conservation Society), Steven Broad (Direktor, TRAFFIC) sowie der deutsche Botschafter Dr. Christoph Heusgen (Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York) diskutierten über den Wildtierhandel und Biodiversitätsverlust als Ursachen für Pandemien und Gefahren für die menschliche Gesundheit sowie mögliche Lösungen zur Eindämmung von Zoonosen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Conny Czymoch.

Die Begrüßung von Ministerin Svenja Schulze finden Sie hier

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier


Öffentliches Fachgespräch des Bundestag-Umweltausschusses zu Zoonosen

60 Prozent der bekannten menschlichen Infektionskrankheiten sind tierischen Ursprungs – ebenso wie mindestens 75 Prozent der beim Menschen neu auftretenden Infektionskrankheiten. Mit diesen Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit haben Expert*innen am Mittwoch, 13. Mai 2020, den Hintergrund für ein Fachgespräch des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Zeichen der Corona-Pandemie beschrieben. Ihr einhelliger Appell: Zur Vorsorge gegen solche Krisen müssten Mensch, Tier und Umwelt zusammen in den Blick genommen werden.

Eine inhaltliche Zusammenfassung sowie die komplette Videoaufzeichnung des Fachgesprächs "Zoonosen - Ursache, Verbreitung, Vorbeugung" kann auf der Website des Deutschen Bundestags abgerufen werden.


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zum Zusammenhang von Infektionskrankheiten, globalen Megatrends und der Bedeutung eines integrativen Gesundheitsmanagements

"Zoonosen sind Krankheiten, die vom Tier auf Menschen überspringen können - und eine unterschätzte Bedrohung. Wenn wir die globale Gesundheitspolitik nicht überdenken, könnten uns Pandemien wie die Coronakrise regelmäßig heimsuchen."
In einem Gastbeitrag im Spiegel beschreibt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Zusammenhänge zwischen den Megatrends unserer Zeit - Globalisierung, Urbanisierung, Rückgang der Biodiversität, Bevölkerungswachstum und Klimawandel - und der Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Ein integratives Gesundheitskonzepts wie "One Health" könne helfen, komplexe Probleme auf globaler Ebene ganzheitlich zu lösen.


Bundeskanzlerin Merkel beim 11. Petersberger Klimadialog: Schutz der Biodiversität ist Schutz vor Infektionskrankheiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich beim Petersberger Klimadialog zur Bedeutung der Artenvielfalt für den Infektionsschutz:

Bundeskanzlerin Merkel beim 11. Peterberger Klimadialog

Der 11. Petersberger Klimadialog fand am 27. und 28. April 2020 per Videokonferenz statt. Mitausrichter*in war dieses Jahr das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland als Präsidentschaft der nächsten Klimakonferenz COP 26 in Glasgow. Minister*innen aus 30 Ländern und Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft haben auf Einladung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze darüber diskutiert, welche Maßnahmen zu einem nachhaltigen Weg aus der wirtschaftlichen Krise führen können.
Die komplette Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel finden Sie hier zum nachlesen.



Pressemitteilungen

29.06.2020 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: Pandemievorsorge braucht engagierten Natur- und Artenschutz

02.04.2020 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: Weltweiter Naturschutz kann Risiko künftiger Seuchen verringern

26.03.2020 Bundesministerium für Bildung und Forschung
Forschungsministerin Anja Karlicek: Wir fördern Nationales Netzwerk der Universitätsmedizin im Kampf gegen Covid-19


Medienberichte und Interviews

02.04.2020, ZDF heute
Umweltministerin Svenja Schulze: Corona-Krise ist "Weckruf für mehr Naturschutz"

02.04.2020, ARD Tagesschau
Umweltministerin Svenja Schulze: mit Naturschutz gegen Seuchen

02.04.2020, Riffreporter Online-Magazin
Umweltministerin Svenja Schulze: "Eine ambitionierte Naturschutzpolitik ist dringender als je zuvor"

02.04.2020, Bundespressekonferenz: Bekämpfung von Seuchenursachen - welche Rolle spielt die Natur?
mit Umweltministerin Svenja Schulze, Dr. Sandra Junglen und Prof. Dr. Josef Settele

© phoenix | Quelle: YouTube
 


Aktivitäten und Förderprojekte von BMBF und BMU

BMBF-Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung (SÖF)
Die Sozial-ökologische Forschung (SÖF) des BMBF bringt sich stark in die Diskussion zur Nachhaltigkeit und zur Veränderung von Umwelt und Gesellschaft in Zusammenhang mit der Corona-Krise ein, u.a. zu aktuellen Entwicklungen bei nachhaltigen Mobilitätsangeboten, Krisenmanagement und nachhaltigem Konsum. Der SÖF-Newsletter informiert regelmäßig über Aktuelles aus der Förderung, neue Ergebnisse aus den Projekten der Sozial-ökologischen Forschung des BMBF, Medienecho, Termine sowie neu erschienene Publikationen aus den Projekten.

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Nationale Forschungsplattform für Zoonosen
Ein vom BMBF gefördertes und gemeinsam mit den Ministerien für Gesundheit, für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Verteidigung getragenes Informations- und Servicenetzwerk für alle in Deutschland aktiven Wissenschaftler*innen und Wissenschaftler im Bereich der Zoonosenforschung. Ziel der Zoonosenplattform ist der institutsübergreifende Austausch und das interdisziplinäre Arbeiten an der Schnittstelle human- und veterinärmedizinischer Infektionsforschung auf nationaler und internationaler Ebene. Sie engagiert sich die Forschungsaktivitäten im Bereich der Zoonosenforschung auszubauen sowie die Vernetzung von Human- und Veterinärmedizin zu fördern.
Im Rahmen des Forschungsnetzes zoonotische Infektionskrankheiten fördert das BMBF seit 2017 mit 40 Mio. Euro sieben Verbünde und sechs Nachwuchsgruppen. Forschungsschwerpunkte sind verschiedene Erreger die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können. Dazu gehört auch ein von Prof. Christian Drosten koordinierter Verbund, der das Coronavirus MERS-CoV untersucht.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Forschungsprojekt „Ökologie neuartiger Arboviren“
Die vom BMBF geförderte Nachwuchsgruppe „Ökologie neuartiger Arboviren“ am Institut für Virologie an der Berliner Charité hat das Ziel, Arboviren in ihren natürlichen Vermehrungszyklen zu charakterisieren und zu verstehen, welche Veränderungsprozesse eine Ausbreitung von prä-epidemischen zu epidemischen Virusvarianten begünstigen. Die Arbeitsgruppe ist Teil des „Nationalen Forschungsnetz zoonotische Infektionskrankheiten“.

Weitere Informationen finden Sie hier. Ein Interview mit der Projektleiterin Dr. Sandra Junglen vom 28.06.2019 können Sie hier abrufen.