Expertenprofil Dr. Matthias Schröter

Persönliches Zitat:
„IPBES bringt auch eine ganze Reihe von Wertvorstellungen zueinander, die Menschen in Bezug auf ihre belebte Umwelt haben können. Diese Integration von Werten in einen gemeinsamen Bericht ist ein hohes Gut und zugleich eine immense große Herausforderung.“

Angaben zur Person:

Dr. Matthias Schröter, Umweltwissenschaftler (mit Schwerpunkt ökologische Ökonomik und Landschaftsökologie)

Institutionelle Anbindung:
UFZ – Helmholtz Zentrum für Umweltforschung und Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Leipzig-Jena

Weitere Hintergrundinformationen zu Person und Institution:
https://www.idiv.de/de/das_zentrum/mitarbeiterinnen/mitarbeiterdetails/eshow/schroeter-matthias.html

Autor in welcher Expertengruppe / Task Force (vergangen und gegenwärtig); ggf. weitere Funktionen im IPBES-Prozess

  • Lead Author in Kapitel 2 des Assessments für IPBES-Arbeitsprogramm Element 2(b);
    Regionale/subregionale Assessments zu Biodiversität und Ökosystemleistungen für die Region Europa und Zentralasien (ECA); laufender Prozess

Fragen:

Was ist Ihre Motivation, sich aktiv am IPBES-Prozess zu beteiligen?
Als Umweltwissenschaftler beschäftige ich mich mit der Analyse und Lösung von Umweltproblemen. Die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen, die Biodiversität und lebenswichtige Ökosystemleistungen erhält, ist eine der drängendsten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. IPBES eröffnet die Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse politikrelevant zusammen zu tragen.

Was ist für Sie das Besondere am Weltbiodiversitätsrat IPBES?
Beim ersten Treffen der Autorinnen und Autoren war ein enormer Tatendrang und eine überaus große Hingabe zu spüren. Besonders fand ich auch die Zusammensetzung der Teams, von jung bis erfahren, von Nordskandinavien bis Kirgistan. IPBES bringt auch eine ganze Reihe von Wertvorstellungen zueinander, die Menschen in Bezug auf ihre belebte Umwelt haben können. Diese Integration von Werten in einen gemeinsamen Bericht ist ein hohes Gut und zugleich eine immense große Herausforderung.

An welchem Schwerpunktthema arbeiten Sie mit, und was wäre ein wertvolles Resultat aus Ihrer Sicht?
Ich bin im regionalen Assessment für Europa und Zentralasien dafür zuständig Status und Trends von kulturellen Ökosystemleistungen zu beschreiben. Zudem beschäftige ich mich mit einer Vielzahl von Bewertungsmethoden. Ein wichtiges Resultat unseres Kapitels wird unter anderem der Umfang eines sogenannten Ökosystemleistungs-Fußabdruckes sein. Wir wollen beschreiben, welche Regionen besonders von Ökosystemleistungen aus anderen Regionen profitieren bzw. davon abhängig sind.

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit "Wissenschafts-Politik-Schnittstellen" gemacht? Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie bei einer Mitarbeit an solchen Schnittstellen?
Ich habe für meine Doktorarbeit einen Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern von norwegischen Umweltbehörden und Ministerien organisiert, um herauszufinden in welchem Maße wir Ökosystemleistungen in Naturschutzfragen einbinden können. IPBES ist jedoch eine neue Erfahrung auf einer völlig anderen Ebene. Die Herausforderung wird sein, unsere Wissenschaftssprache so zu übersetzen, dass die Erkenntnisse korrekt und verständlich präsentiert werden.

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit "Wissenschafts-Politik-Schnittstellen" gemacht? Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie bei einer Mitarbeit an solchen Schnittstellen?
Ich habe für meine Doktorarbeit einen Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern von norwegischen Umweltbehörden und Ministerien organisiert, um herauszufinden in welchem Maße wir Ökosystemleistungen in Naturschutzfragen einbinden können. IPBES ist jedoch eine neue Erfahrung auf einer völlig anderen Ebene. Die Herausforderung wird sein, unsere Wissenschaftssprache so zu übersetzen, dass die Erkenntnisse korrekt und verständlich präsentiert werden.

Was ist Ihr persönlicher Wunsch für die Zukunft von IPBES?
Die Teilnahme von möglichst vielen Staaten der Erde an diesem Prozess ist wichtig. Zudem würde IPBES davon profitieren, wenn die Staaten ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möglichst gut, auch finanziell, unterstützen.

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